An ihrer Parteiversammlung liess sich die FDP Uetikon von Finanzvorstand Marco Zolin-Meyer die Jahresrechnung 2010 der Gemeinde erläutern. Es ist sehr erfreulich, dass diese 1.2 Mio. über Budget abschliesst. Mit gestiegenen Steuereinnahmen steigt jedoch auch der Beitrag an den kantonalen Finanzausgleich, für welchen der Gemeinderat vorausschauend Rückstellungen von 5.1 Mio. vorgenommen hat. Die Gemeinderäte Manuela Lanz und Christian Schucan beantworteten Fragen der Parteimitglieder zu ihren Ressorts. Anschliessend empfahlen RPK-Präsident Rolf Gilgen und RPK-Mitglied Josef Färber Annahme der Rechnung. Die FDP Uetikon nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass auch nach zweimal erfolgter Steuersenkung die finanzielle Lage der Gemeinde insgesamt gut ist. Der trotz Rückstellungen erzielte Ertragsüberschuss entspricht aktuell rund 2 Steuerprozenten. Ziel der FDP ist daher eine weitere Steuersenkung für das Jahr 2012. Sie dankt ihren Behördenmitgliedern für den sorgfältigen Umgang mit den Steuergeldern und empfiehlt der Gemeindeversammlung vom 20. Juni die Genehmigung der Jahressrechnung.
Auf grosses Interesse stiessen die anschliessenden Ausführungen der Behördenmitglieder zu künftigen Investitionen und Projekten des Gemeinderats. Einige der Themen werden an der kommenden Gemeindeversammlung behandelt.
9. Juni 2011
Medienmitteilung
Vorzeitiger Behördenausstieg von SVP Mitgliedern in Uetikon am See
Jeder Behördenwechsel ist ein enormer finanzieller und personeller Aufwand in einer Gemeinde. Wahlkampf und Amtswechsel bringen Unruhe ins Dorf und schädigen die Effizienz der Behördenarbeit. Man würde erwarten, dass die sich stets kostenbewusst und "für oises Dorf" besorgt gebende Uetiker SVP deshalb zuverlässige Parteimitglieder für Behördenwahlen vorschlägt. Die FDP Uetikon stellt mit Empörung fest, dass davon nicht die Rede sein kann. In Tat und Wahrheit will nämlich innerhalb eines einzigen Jahres bereits das dritte SVP-Mitglied über-vorzeitig, also nach weniger als einem Behördenjahr, seinen Abgang aus der Pflicht des Behördenamts nehmen. Der Reihe nach:
Fall 1: Caspar Maag wird bei den Erneuerungswahlen 2010 für die SVP in die Sozialkommission gewählt, kann aber sein Amt nicht antreten. Fall 2: Bruno Graber wird bei den Erneuerungswahlen 2010 für die SVP in die RPK wieder gewählt und zieht jetzt schon weg. Fall 3: Daniela Maier wird auf das Schuljahr 2010/11 für die SVP neu in die Schulpflege gewählt, auch sie zieht diesen Sommer weg. Zusammenfassend ist zu konstatieren, dass die Behördenmitglieder-Vorschläge der Uetiker SVP ein erhebliches Unsicherheitspotenzial beinhalten.
Uetikon tut eine ausgewogene Ortspolitik mit zuverlässigen Ortspolitikerinnen und Ortspolitikern gut. Behördenmitglieder, auch jene der SVP, sind für vier Jahre gewählt. Man kann nur hoffen, dass die Uetiker SVP inskünftig nur Leute empfiehlt, die willens und fähig sind, ihr Wahlversprechen auch auf formaler Ebener einzuhalten, und dass diese Partei rechtzeitig erkennt, wenn sie keine solchen Kandidatinnen und Kandidaten hat.
18. Mai 2011
Medienmitteilung
So lernen Schüler heute
Schulpflegewahl und Methodenstreit bewegen gegenwärtig die Dorfpolitik in Uetikon. Dass über die Thematik der Lernmethoden auch sachlich und ohne Wahlpolemik informiert werden kann, bewies eine öffentliche Veranstaltung, zu der die FDP Uetikon am Mittwochabend, 18. Mai in den Saal des Hauses Wäckerling eingeladen hatte.
Hans Gantner nannte in seiner Begrüssung namens der FDP Uetikon als Ziel des Abends, über heutige Lernmethoden zu informieren. Der Bildungsexperte Jürg Brühlmann, der selbst auf verschiedenen Stufen unterrichtete und heute vorwiegend als Berater tätig ist, bot zum Einstieg einen Ueberblick, wie heute in der Schweiz und international methodisch gearbeitet wird. Dabei muss man sich vorerst vergegenwärtigen, wie das heutige Umfeld des Schülers aussieht. „Was bringt der Schüler mit?“ muss sich der Lehrer fragen. Bilder aus Schulstuben um 1900 veranschaulichen, dass die Rollen von Schülern, Lehrkräften und Eltern der damaligen Zeit nicht mit der heutigen Situation vergleichbar sind. Schon beim Schuleintritt, aber auch auf jeder Stufe sind die individuellen Voraussetzungen unterschiedlich, was konsequenterweise zu einer Individualisierung des Unterrichts führt. Die heute vom Schüler – nicht erst beim Schulabgang – geforderten Kompetenzen sind die Fähigkeit zu analysieren, zu strukturieren, zu wählen und zu entscheiden. Und das muss gelernt und geübt werden, z.B. mit möglichst selbstständigen Projektarbeiten. Der berühmte Trichter, in den man Massen von Detailwissen in den Kinderkopf hineinschüttet, hat wirklich ausgedient. Brühlmann illustrierte seine Darlegungen mit zahlreichen Einblicken in Schulstuben im In- und Ausland.
Wie reagieren wir auf diese zeitgeschichtliche Entwicklung? Wir können sie ignorieren, was zum Fiasko führt. Wir können versuchen, den Schüler anzupassen, was nur mit Repression möglich ist. Oder wir können die Methoden des Unterrichts anpassen und auf die Individualisierung eingehen mit gezielter Förderung.
Brühlmann machte klar, dass der verwendete Begriff „autonomes Lernen“ irreführend ist. Es geht um begleitetes Lernen mit klaren Vorgaben und konsequenter Erfolgskontrolle.
Nach dieser generellen Einführung wurde die Umsetzung in der Schule Uetikon geschildert, vom Leiter Bildung Gerhard Meyer und je einer Vertretung der Schulstufen (Fabienne Golay, Jenny Schlatter und Michael Knecht). Dabei wurde klar, dass Uetikon nicht einen Sonderfall darstellt, sondern dass im ganzen Kanton Schulgemeinden die Umsetzung solcher methodischer Modelle anstreben, was auch den Vorstellungen der kantonalen Bildungsdirektion entspricht. Zudem zeigte sich auch, dass nicht nur die Oberstufe diesem Denkmodell folgt, sondern es – stufengerecht adaptiert – den Unterricht der ganzen Schule Uetikon prägt. Die Aufgabe des Lehrers wird nicht einfacher dadurch, dass er vom Dozenten zum Coach, zum ständigen Begleiter und Berater wird. Die Stoffwahl ist auch nicht beliebig; der kantonal verbindliche Lehrplan schafft Voraussetzungen; die in Teamarbeit von Lehrkräften in jedem Fach formulierten Lernziele schaffen dem Schüler Vorgaben, was er sich an Wissen erwerben soll. Die Lehrpersonen legten auch überzeugend dar, dass das individualisierte Lernen einen grossen sozialen Aspekt hat: so ist die Beziehung zu der Lehrperson persönlicher und die Schüler unterstützen sich sehr häufig gegenseitig.
Die sachlichen Darlegungen der Fachleute beeindruckten die Anwesenden offensichtlich. In der angeregten Diskussion kam allerdings auch zum Ausdruck, dass bisher noch dem Informationsbedürfnis zu wenig entsprochen worden war. Gerhard Meyer versicherte deshalb, dass jedermann/frau willkommen sei, der persönlich Einblick nehmen wolle, wie heute in Uetikon unterrichtet werde. Unterricht ist ein andauernder Prozess, der von einem permanenten Dialog begleitet werden sollte.
Herbstmarkt Uetikon — Die Bilder!
Traditionell fand gestern der Herbstmarkt in Uetikon am See statt. Nebst Vereinen, Ausstellern und dem Gewerbe waren auch wir von der FDP mit einem Stand vor Ort. Zahlreiche Gespräche durften wir führen. Besten Dank dafür.
Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Darum hier einige Impressionen vom gestrigen Herbsttag:
Medienmitteilung: FDP am Herbstmarkt in Uetikon
FDP.Die Liberalen waren am Herbstmarkt in Uetikon präsent. In ihrem Zelt standen am Samstag 2. Oktober von 10-17 Uhr Vorstands-, Behörden- und Parteimitglieder der Ortssektion zum Gespräch bereit. An Pinwänden konnten Kurzangaben angeheftet werden zur Aufforderung „Was wünschen Sie sich von der FDP Uetikon?“ Das Interesse der Marktbesucher war erfreulich rege. Die Tafeln füllten sich mit Dutzenden von Zetteln. Offensichtliche Schwerpunkte waren Uetikons Verkehr (z.B. Ortbus), Schule und Sportplätze, aber auch verbesserte Bedingungen für das örtliche Gewerbe. Dass die Ortspartei zu gesamtschweizerischen Themen wie Krankenkassenprämien wenig bewirken kann, wurde wohl erkannt, der Grossteil der Angaben befasste sich mit lokalen Fragen.
Die FDP Uetikon dankt für die rege Teilnahme und die zahlreichen interessanten Gespräche. Der Vorstand wird die Vorschläge sichten und der Parteiversammlung vom 29. November präsentieren, damit diese Schwerpunkte für die örtliche Parteiarbeit festlegen kann.